Patchworktasche





Hallo Ihr Lieben! 

Es wird Zeit, dass ich Euch von meinem Trauma berichte. 

Mein schlechtestes Fach in der Schule war Textiles Werken. Ich hatte mich so aufs Nähen gefreut, aber es war dann nur noch grässlich. Montags 7 und 8. Stunde - und mich hat es schon am Sonntag gegraust. Da müsste ich nämlich immer fertigmachen, was ich in der Woche davor nicht geschafft hatte.Eines der Horrorprojekte: ein Patchworkkissen. Ich wollte kein langweiliges Kissen mit nur 2 verschiedenen Stoffen und Quadraten. Meines sollte bunt und interessant aussehen. 


Also schnitt ich ein Quadrat aus. Dann ein Dreieck und nähte es aneinander. Dann suchte ich den nächsten Stoff für ein Rechteck. Ihr könnt Euch vorstellen, während alle anderen schöne Kissen mit nur 2 Stoffen, aber dafür perfekt aufeinanderpassenden Quadraten fertigstellen, suchte ich noch immer nach dem fehlenden Puzzleteil für mein Kissen. Mein intuitives Patchwork war gescheitert.



Glücklicherweise erbarmte sich meine Oma und half mir Schritt für Schritt und Dank ihrer vorgehefteten Teile hatte ich auch irgendwann ein Kissen fertig .Aber ich wusste es: Intuitives Patchwork geht doch! 

20 Jahre später mag ich Nähen sehr gerne und das planlose Aneinandernähen funktioniert auch. 

Das Vorderteil zu meinem abgewandelten Joker habe ich aus schwarzen Kunstlederresten zusammengestückelt. Ich brauchte dringend eine schwarze unauffällige Tasche. Dank der Stückelung, die ich zum Zeil mit einem weiten Zickzack abgesteppt habe, wirkt sie auch gar nicht langweilig.Schnittmuster ist der Joker von Farbenmix. 




Damit die Tasche nicht zu wuchtig wirkt, habe ich den Boden weggelassen. Zum ersten Mal habe ich auch Träger aus Kunstleder genäht. Dabei habe ich mich an die Anleitung von Hansedelli gehalten. Die Träger sind mit Buchschrauben befestigt. Stabilisiert habe ich den Aussenstoff mit H640, das Innenfutter ist Baumwolle und nicht zusätzlich verstärkt. Innen gibt es eine Aufsatztasche und ein Reißverschlussfach. 

Eigentlich war die Tasche als schnelle Notlösung gedacht, aber sie ist schnell zu meiner absoluten Lieblingstasche geworden. Sie fühlt sich super weich und doch stabil an. 



 Wie schön, dass ich und die Nähmaschine dann doch noch Freunde geworden sind!


Abrazo,

Señorita S.



Schnittmuster: Joker von Farbenmix
Wiederholungsfaktor: 💙💙💙💙
Stoff: Kunstleder, verstärkt mit H640. Innenstoff: Webware aus Baumwolle 


Verlinkt zu: RUMS, Taschen-Sew-Along

Täschchen aus Kaffeesack



Hallo Ihr Lieben!

Vor einiger Zeit war ich auf einer Kaffeeverkostung. Ich bin jetzt ehrlich gesagt kein riesiger Kaffeetrinker. Milchkaffee am Morgen mit richtig viel Zucker finde ich gut, den Kaffee auf der Arbeit ungenießbar und viel mehr weiß ich dann auch nicht über Kaffee. Ein bisschen was habe ich jetzt bei der Verkostung gelernt. Aber die Kaffeesäcke, die dort rumlagen haben es mir angetan und ich durfte tatsächlich welche mitnehmen.


Die Säcke müssen natürlich bestmöglich eingesetzt werden und so habe ich einen halben Tag mit der Ideenfindung verbracht. Ein bisschen Respekt hatte ich schon vorm Material. So groben Stoff habe ich noch nie vernäht und ein bisschen Angst hatte ich auch um meine Maschine. Die war allerdings unbegründet. Meine Maschine hat das super gepackt und Dank Staubsauger und Püster war sie auch hinterher wieder schnell Staub- und fusselfrei.



Den Anfang der Materialexkursion Kaffesäcke macht heute ein kleines Täschchen. Ich wollte mich mit etwas möglichst kleinem an das ungewohnte Material herantasten. Kombiniert mit braunem Kunstleder kommt der grobe Stoff gut rüber, finde ich. Da die Jute sehr grob ist, habe ich sie zunächst knappkantig auf einen feineren Stoff genäht. So konnte ich auch das Volumenvlies besser aufbügeln. Ich habe dafür Stoff von einer dünnen Gardine verwendet.




Da meine anfängliche Angst vor dem neuen Material fast unbegründet war, werde ich mich in der kommenden Zeit an weitere Kaffeesack-Projekte machen!

Abrazo,

Señorita S.

Verlinkt zu Creadienstag, Taschen-Sew-Along

Probenähen Rucksack von Annimamia




Hallo Ihr Lieben!
Ich kann es noch gar nicht glauben: ich haben einen Rucksack genäht!
In Worten: R-U-C-K-S-A-C-K. Und er ist tragbar und ich liebe ihn schon jetzt sehr! Ein wahres Raumwunder, bequem und schön noch dazu!

Tatsächlich habe ich alle meine Taschen selbst genäht. Die letzte Kauftasche ging vor einem halben Jahr kaputt, das war meine tägliche Handtasche. Eigentlich wollte ich mir die gleiche wieder kaufen. Aber dann entschied ich mich doch für fürs Selbernähen. Nur der Rucksack war bislang ein stinknormaler aus dem Sportgeschäft. Da ich ja unter der Woche immer mit dem Elektroroller unterwegs bin, war der Rucksack auch häufig im Einsatz. Denn versucht mal einen Kürbis unter den Sitz vom Roller zu verstauen. Oder in der Handtasche .... Bislang hatte ich auch nicht darüber nachgedacht einen Rucksack zu nähen. Aber dann kam der Probenähaufruf von Annika von Annimamia. Und ich bewarb mich. Danach bereute ich es schon. Denn es war schließlich ein Rucksack. Ich beruhigte mich damit, dass ich ohnehin nicht ausgewählt werden würde.



Ihr ahnt es? Es hat geklappt und mit etwas Angst und Ehrfurcht machte ich mich ans Werk. Tatsächlich klappte es besser als gedacht. Die Anleitung führt Schritt für Stück zu einem kompletten Rucksack, der nach Wunsch noch weitere praktische Fächer außen und innen bekommen kann. Meine Materialien haben mich ein bisschen zum Kämpfen gebracht. Ich hatte mich für einen Canvas entschieden, den ich auf der Kreativ in Stuttgart erstanden hatte. Vor dem Waschen war er komplett schwarz mit dem grafischen Muster. Tja, nach dem Waschen zeigten sich dann die weißen Streifen und Abnutzungen. Das finde ich schon sehr ärgerlich, da der Stoff nicht günstig war und ich auch extra auf wenig Umdrehungen geschleudert habe. Daher der Used-Look, den ich auch gar nicht so übel finde. Das Kunstleder ist von Stoff und Stil und kam schon bei meiner Schwimmflügeltasche zum Einsatz. Da es relativ fest ist. war es gar nicht so leicht den Boden festzusteppen.

Na gut, das ist leicht untertrieben. Aber mit erhöhtem Kraftaufwand und etwas unkonventionell mit Sekundenkleber hat es dann funktioniert. Und das war für mich tatsächlich das Schwierigste am ganzen Rucksack.



Als Innenfutter habe ich einen grau-weiß gepunkteten Baumwollstoff verwendet und eine Reißverschlußtasche und eine Aufsatztasche eingenäht. Auf das auch im Schnittmuster vorgesehene Laptopfach habe ich verzichtet. Hier hatte ich beim Zuschneiden einen Fehler gemacht - das passiert, wenn man währenddessen die drei ??? hört! Dann fiel mir aber ein, dass ich den Laptop eigentlich nie transportiere. Also passte es ohne sowieso besser.

Die Träger habe ich mit Volumenvlies gefüttert, das finde ich persönlich etwas bequemer als nur Gurtband. Da ich Angst hatte, die Träger könnten nicht halten, habe ich die gefütterten Träger quasi um das Gurtband genäht. Das war beim Nähen nicht so praktisch. Im Nachhinein hätte ich einfach unter dem gefütterten Teil das Gurtband ansetzen sollen. So wie es auch in den meisten Anleitungen beschrieben ist ...



Der Rucksack ist riesig. Da geht wirklich extrem viel rein. Als Vergleich seht Ihr Herrn Yuki daneben. Er geht locker rein, nur fürs Foto hat er sch nicht überzeugen lassen. Der Rucksack ist bei mir schon viel im Einsatz, egal ob Sportsachen oder Einkäufe alles passt wunderbar rein. Besonders toll finde ich das vordere Reißverschlußfach. Da sind Handy und Schlüssel gut aufgehoben und man kommt sofort ran. Das Fach ist aber extrem groß, da geht alles mögliche rein. Und dadurch würden sich auch Diebe Schwertun.



Eine zweite Version, dann in 70 oder 80 Prozent verkleinert, für den täglichen Gebrauch, wird auf jeden Fall noch folgen! Schaut mal bei Annika vorbei, dort findet Ihr auch die Versionen der anderen Probenäherinnen. Es sind wirklich wunderschöne Rucksäcke entstanden. Man bekommt gleich Lust den nächsten Zuzuschneiden :-) Das E-Book findet Ihr hier.

Abrazo,

Señorita S.

Schnittmuster: Rucksack #1 von Annimamia
Wiederholungsfaktor: 💙💙💙💙💙
Stoff: Canvas von der Kreativ und Kunstleder von Stoff und Stil, Karabiner von Snaply, Kaschierter Schaumstoff

Verlinkt zu: RUMS





E-Book zu gewinnen: Nähe Dir Dein eigenes Raumwunder




Hallo Ihr Lieben!

Heute könnt Ihr was gewinnen! Ich durfte für Annika von annimamia-Neuigkeiten vom Kreativdooett einen Rucksack Probenähen. All die schönen Ergebnisse des Probenähens könnt Ihr am Donnerstag sehen. Donnerstag startet auch der Verkauf des E-Books. Hier schon vorab ein kleiner Vorgeschmack auf den Rucksack. Der Rucksack ist ein kleines Raumwunder und lässt sich fantastisch nähen. Ein Exemplar des E-Books darf ich hier verlosen.



Und so geht's:
Hinterlasst mir hier auf dem Blog einen Kommentar und schreibt mir, wie Euer Rucksack aussehen soll. Das Gewinnspiel läuft bis Donnerstag 22:00 Uhr. Der Gewinner wird ausgelost und hier auf dem Blog bekanntgegeben. Ihr habt dann eine Woche Zeit, um mir Eure E-Mailadresse zu schicken. 

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Außerdem müsst Ihr mindestens 18 Jahre sein, um teilzunehmen. Das EBook wird mir kostenfrei von Annika zur Verfügung gestellt.

Abrazo,

Señorita S.

Selbstgenähter Katzenersatz: Dreieckstuch




Hallo Ihr Lieben!


Ich kann es nicht verbergen. Ich habe eine große Schwäche, die bisher auch jeder Partner angeprangert hat. Aber nicht nur Partner, auch Freunde und die restliche Familie und sogar die Kollegen sind damit ziemlich unglücklich. Ich habe versucht dagegen anzukämpfen, aber es ist zwecklos: Ich friere. Und zwar grundsätzlich und immer. Ausnahmen sind Karibik- Urlaube oder Ähnliches. Wenn es für andere Menschen nicht mehr zum Aushalten ist, dann fühle ich mich wohl.

Im Umkehrschluss heißt das: In den hiesigen Breiten friere ich. Señor S. Erlaubt mir selten ohne Socken ins Bett zu gehen. Da streikt er. Ich finde ja, dass er die Eisfüße gerne etwas wärmen könnte. Aber  bislang konnte ich ihn nicht überzeugen. 
Immerhin sind die Katzen mir zugetan und versorgen mich mit etwas Wärme. Manchmal ist es etwas zuviel des Guten, wenn gleich zwei 6 Kilomonster auf mir liegen - aber das ist natürlich Meckern auf hohem Niveau. Allerdings kann ich die Katzen ja nicht überall hin mitnehmen. Man stelle sich Sir Diego im Rucksack auf dem Roller vor. Oder Herrn Yuki wie er Kollegen anmotzt, weil diese es gewagt haben das Büro zu betreten ...



Also musste eine andere Lösung her. Halstücher sind natürlich kein Katzenersatz aber lindern den aktuellen Kälteeinbruch doch etwas. Lange habe ich im Netz alle Anleitungen und genähten Tücher angeschaut und mich dann für die Frei-Schnauz-Methode entschieden. Die Größe ergab sich aus dem Reststück des blauen Viskose-Jerseys, passt aber für ein Dreieckstuch genau. Da wir ja momentan - zumindest für die meisten Menschen - noch keinen Winter haben, wollte ich etwas leichtere Stoffe vernähen. 



Für die zweite Seite habe ich mich für eine wunderschöne Spitze von Stoff und Stil entschlossen. Die Webkante der Spitze habe ich gleich mit verwendet. Damit ich das Tuch auch für die Fahrten auf dem Roller fest umbinden kann, habe ich an den Enden Spitzenband angenäht. 
Ein weiterer Grund hierfür war auch der flutschige Stoff, der es einfach nicht zugelassen hat, dass ich die Ecken schön unter die Nähmaschine bekam ;-) Die Enden habe ich mit weißem SnapPap eingefasst.

Jetzt kann der Herbst kommen! Was sind Eure Methoden, um der Kälte zu trotzen?

Abrazo,

Señorita S.

Schnittmuster: Frei Schnauze
Wiederholungsfaktor: 💙💙💙💙💙
Stoff: Viskose-Jersey aus der Grabbelkiste, elastische Spitze von Stoff und Stil

Verlinkt zu: RUMS